Kies- oder Schottergarten

Auf Kalkschotter mit wenig Kompost-Beimischung wächst eine bunte Fülle an Stauden (Karthäuser-Nelke, Färber-Kamille, Prachtkerze...)
Auf Kalkschotter mit wenig Kompost-Beimischung wächst eine bunte Fülle an Stauden (Karthäuser-Nelke, Färber-Kamille, Prachtkerze...)

Kies- oder Schottergärten
sind die ideale Gestaltungsform für "faule Gärtner"! Einmal mit den richtigen Pflanzen angelegt, benötigt diese Form der Pflanzung wenig Pflege, kaum Gießwasser  und versetzt den Nutzer in eine mediterran anmutende Umgebung... Die Engländerin Beth Chatto "erfand" diese Form des Trockengartens 1960 und hat damit die Gartengestaltung maßgeblich beeinflusst
.

Ein richtig angelegter Kiesgarten spart Arbeit und kostbares Trinkwasser. Wichtig ist hier die ideale Vorbereitung des Bodens, wobei ihm durch Einarbeiten von Kies oder Schotter die Nährstoffe entzogen werden.

Wasser kann ungehindert abfließen und die speziell ausgewählten Pflanzen, die Hitze, Trockenheit sowie Nährstoffarmut lieben, fühlen sich pudelwohl und bilden eine bunte Pflanzengemeinschaft. Schmetterlinge, Wildbienen und Eidechsen freuen sich über den reich gedeckten Tisch und die Versteckmöglichkeiten. Diese Art der Pflanzenverwendung eignet besonders gut für die Außenanlagen von Firmengebäuden, da sie später weniger Pflege erfordert als vergleichbare Pflanzungen auf "fettem" Boden, dabei jedoch den Kunden einen einladenden Anblick und den Mitarbeitern einen naturnahen Ort der Erholung bietet.

Nicht verwechselt werden sollte der echte Kies- oder Schottergarten mit einem "Steingarten", in dem ausschließlich Pflanzen alpiner Herkunft kultiviert werden.
Ebenso ist damit nicht eine jener - momentan leider sehr in Mode kommenden - öden Mondlandschaften aus weißem Quarzkies oder grauem Schotter gemeint, in dem nur einzelne Gehölze oder Gräser vor sich hin vegetieren.

 

 

 

 

 

 

 

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